Unsere Kinder

Lesen Sie die Geschichten von Kindern, denen Kinderherzen retten e.V. ein neues Leben ermöglicht hat.

Mohammed Mahdi kam zusammen mit Hussein und den beiden Großmüttern aus dem Irak zu uns. Bei beiden Kindern hieß die Diagnose Fallot'sche Tetralogie. Sie brauchten dringend eine Korrekturoperation dieses Herzfehlers. Nachdem alle 4 irakischen Gäste an einer Virusinfektion erkrankten, hieß es zunächst den Infekt ausheilen bevor ein chirurgischer Eingriff stattfinden konnte. Somit hatten die Vier Zeit, sich in der Gastfamilie und dem fremden Deutschland zurecht zu finden. Besonders über das viele Grün haben sie sehr gestaunt und v.a. der kleine Mohammed Mahdi zeigte sich überall sehr kontaktfreudig und neugierig.

Hussein kam mit  Mohammed Mahdi aus dem Irak zu uns. Als auch bei ihm der Infekt ausgeheilt war, ging alles sehr schnell und zum Glück verlief der nicht ganz einfache Eingriff ohne weitere Komplikationen. Hussein erholte sich, wie fast alle kleinen ausländischen Herzpatienten, erstaunlich schnell von dem herzchirurgischen Eingriff. Hier bei der Abschlussuntersuchung freute sich Herr Dr. Kroll über das gelungene Korrektur-Ergebnis und  die neu gewonnene Energie des kleinen Jungen.

Sajjad kam mit einer Fallot'schen Tetralogie im Irak zur Welt. Dort kann zur Zeit eine Korrekturoperation nicht durchgeführt werden und so war die Familie überglücklich, als sie die Zusage zur Behandlung in Freiburg erhielten. Sajjad wurde von seiner Tante begleitet. Sie freuten sich  sehr über den Besuch von Vertretern aus dem Lionsclub, den Firmen K&U und Marco und der Narrenzunft Merdingen, die ihr Patenkind gerne persönlich kennenlernen wollten. Gemeinsam hatten sie sich mit einer tollen Berliner-Verkaufsaktion zur Fasnetszeit eingesetzt, um die Spende von 3.100 € als Beitrag für Sajjads Behandlung beizutragen. (Bild v. l. n. r.: Gastmutter, Tante, Sajjad, Fr. Lackermaier, Kinderherzen retten, Fr. Prof. Stiller, Klinik f. Angeborene Herzfehler, Hr. Kuhn-Régnier und Hr. Stark, Lions-Club Munzingen, Hr. Schirmaier K&U )

Fotima war eine große Herausforderung für die organisatorische Planung. Ohne Gastfamilie wollen wir eigentlich keine Einladung aussprechen. Doch wer spricht schon tadjik? Zum Glück konnte der Vater sich auf russisch verständigen. Fotima litt unter einer angeborenen Einengung der Aorta, diese konnte komplikationslos beseitigt werden. Schon bald nach der Operation entwickelte sie neue Energie und unternahm viele Ausflüge mit der Gastfamilie und ihrer Lieblingsbetreuerin Olga, die es immer wieder schaffte sie zum Lachen zu bringen.

Karen und Marcos kamen Ende Februar nach Freiburg. Marcos überstand den Eingriff komplikationslos und war bald wieder fit. Bei Karen zeigte sich nach den  Untersuchungen, dass in ihrem Herzen gleich mehrere Defekte bestanden. Nach der Herzoperation wurde eine weitere Behandlung per  Herzkatheter  erforderlich, Zudem wurde das zarte Persönchen auch noch krank. Da war klar, dass sich der Aufenthalt für die Vier verlängern würde. Bei Gastmutter Iris konnten sie sich zusammen gut erholen und zumindest auch Schnee erleben. Das Abschiedsfoto entstand bei einem Ausflug zum Waldsee mit Gastmutter und Betreuerinnen.

Der 15-jährige Alejandro aus Venezuela leidet unter einer Aortenisthmusstenose. Er wurde in Venezuela vorbehandelt. Die augenblickliche politische Lage in dem Land macht eine Behandlung der neu aufgetretenen Restenose unmöglich. Es dauerte fast 1 Jahr bis es über freundschaftliche Beziehungen nach Venezuela gelang Pässe für Alejandro und seine Mutter zu bekommen. Dann erst konnte die Ausreise geplant werden. Den Kinderkardiologen aus dem UHZ gelang es mit einer erneuten Stentimplantation die Stenose zu beheben. Nach 1,5 Wochen konnte Alejandro bereits wieder die Heimreise antreten. Anfangs tat er sich mit dem kalten Deutschland sehr schwer aber dann fühlte er sich in der freundlichen Atmosphäre der Gastfamilie und des spanisch sprechenden Betreuerteams  sehr wohl und stellte unendlich viele Fragen zu unserem Schulsystem, Studium, Ausbildung. Er möchte ganz viel lernen um in Venezuela aus der Armutsgrenze aufzusteigen. Mit der Beseitigung der Einengung der Aorta hat er dazu nun auch die körperliche Voraussetzung um sich gesund weiterzuentwickeln.

Der kleine Moamin aus dem Irak musste lange auf das Visum warten. Dabei sollte die Behandlung seines Herzfehlers innerhalb des ersten Lebensjahrs erfolgen, sonst können sich die morphologischen Verhältnisse des kranken Herzens so verändern, dass eine Korrekturoperation nicht mehr möglich ist, begründete das Ärzteteam des Universitätsherzzentrums die dringliche Anfrage bei der Botschaft in Bagdad. Jetzt ist es geschafft. Moamin und seine Mutter treten glücklich die Heimreise an und freuen sich schon sehr auf ihre Familie. 

Die beiden Kinder aus El Salvador wurden unzertrennlich. Bei Allison konnte das Loch in der Herzscheidewand bei einem Kathetereingriff mit einem Schirmchen verschlossen werden und nach einer Woche war sie schon in der Gastfamilie. Jimmy kam bereits sehr geschwächt nach Freiburg. Um so freudiger nahm er nach der erfolgreichen Operation sein neues Leben in die Hand. Am besten gefiel ihm das Fußballspielen. Niemand musste ihm den Ball vor die Füße legen, zum ersten Mal konnte er selbst hinter dem Ball herlaufen ohne sich alle paar Schritte hinkauern und Kraft schöpfen zu müssen. Auch für die Mutter war das eine unglaublich schnelle Entwicklung.

Maryam hat eine Fallot'sche Tetralogie, der Herzfehler sollte bei ihr im Laufe des ersten Lebensjahrs korrigiert werden. Das Visum hatte die Familie relativ schnell erhalten, als die Reise beginnen sollte schrie die Kleine jedoch so sehr, dass sie ganz blau anlief und die Fluggesellschaft den Flug verweigerte. Weiter 3 Wochen vergingen bis eine Lösung gefunden war. Maryam wurde von ihrer Großmutter begleitet, die als einzige in der Familie neben dem kurdischen Dialekt auch arabisch sprach. Die Operation war "sehr knifflig" wie die Kinderherzchirurgen sich ausdrückten. Alles an Maryam ist sehr klein und zierlich. Schlussendlich hat sie den herzchirurgischen Eingriff gut überstanden und konnte mit ihrer überglücklichen Großmutter wieder nach Hause reisen.

Shah kommt im Irak mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt: Fallot'sche Tetralogie ist die genaue Diagnose und ohne eine herzchirurgische Korrektur hätte das kleine Mädchen keine Überlebenschance. Im Irak ist so eine Operation zur Zeit nicht möglich.

Jorge 3 Tage nach der Operation

Jorge litt unter einer Verengung der Brustschlagader. Bei ihm gelang es den Freiburger Kinderherzspezialisten über einen seitlichen Zugang eine sehr schonende herzchirurgische Technik anzuwenden. Nach 6 Tagen konnte Jorge die Klinik bereits verlassen. Gemeinsam mit Fernanda und ihren Müttern konnte er sich dann bei seiner Gastfamilie in Freiburg erholen.

Fernanda und ihre Mutter

Fernanda 8 Jahre alt, hat ebenfalls ein Loch in der Herzscheidewand. Bei ihr konnte der Verschluss interventionell mit einem Schirmchen erfolgen. Nach 3 Tagen war sie schon wieder bei ihrer Gastfamilie. Der größte Wunsch von Fernanda war es einmal Schnee zu erleben. Tatsächlich erlebte sie mit Jorge auf den letzten Schneefeldern auf dem Feldberg einen ausgelassenen Ausflugstag.

auf Station Noeggerath

Yahya (13 Jahre) und Zainulabdeen (15 Monate) kommen aus dem Irak und leiden beide an der sogenannten Fallot‘schen Tetralogie. Hierbei sind die großen Herzgefäße vertauscht und es liegt gleichzeitig eine Verengung einer Herzklappe vor. Sie werden ebenfalls jeweils von Großeltern begleitet. Gemeinsam mit deutschen und irakischen Kinderärzten und der Hilfsorganisation Meise Stiftung besteht hier eine gute Zusammenarbeit für irakische herzkranke Kinder.

Joyce mit Gastmutter Lucy

Erst mit 12 Jahren wurde der Herzfehler bei Joyce entdeckt (Loch in der Herzscheidewand), da die Schule sie wegen ihrer häufigen Müdigkeit bei einem Arzt vorstellte. Letztes Jahr konnte sie dann gar nicht mehr zur Schule gehen. Eine kardiologische Diagnostik ist in Gulu zwar erfolgt, aber eine Behandlungsmöglichkeit wurde nicht in Aussicht gestellt. Joyce wird von ihrem Großvater begleitet. Der Kontakt zu Kinderherzen retten wurde über die internationale Hilfsorganisation Childspring, USA hergestellt.

Natalia ist mit einem typischen Herzfehler: Falott'sche Tetralogie zur Welt gekommen. Ihre alleinerziehende Mutter und der gesamte Freundeskreis hat verzweifelt versucht in Venezuela medizinische Hilfe zu erhalten. Eine Freundin, die seit 3 Jahren in Deutschland studiert, hat sich über das Internet an Kinderherzen retten gewandt. Nachdem die Freiburger Kinderherzspezialisten eine Operationsmöglichkeit bestätigten, begann der mühsame Behördengang in Venezuela. Jetzt ist alles in die Wege geleitet und wir erwarten die kleine Natalia mit ihrer Mutter und Schwester Ende Januar.

Adam hat es geschafft. Er hat die Korrekturoperation seines Herzens gut überstanden und konnte mit seinem Vater zurück in den Nordirak reisen. Dort schloss ihn seine Mutter überglücklich in die Arme und konnte kaum glauben, dass die bangen Tage und Wochen seit der Suche einer Operationsmöglichkeit vorbei sein sollen. Jetzt kann sich Adam ganz normal weiterentwickeln und wie seine Geschwister Krabbeln, Laufen, Rennen, Leben lernen.

November 2016 | Wed Adel aus dem Irak bekommt Besuch von Vertretern der Firma MLP-Freiburg, die für die Operation des kleinen Mädchens gespendet hatten. Die Familie wusste lange nicht, ob es mit einer Reise nach Deutschland klappt, denn zur Zeit ist es nicht einfach ein Visum zu bekommen.

November 2016 | Oscar und Osmin sind bereit für die Rückreise. Bei der Abschlussuntersuchung in der Kinderkardiologie bei Fr. Professor Stiller und Herrn Jacobi konnte das gute Operationsergebnis bestätigt werden. Oscar freute sich sehr über die Fussball-begeisterten Nachbarkinder bei seiner Gastfamilie - seine Mutter musste ihn des Öfteren zurückhalten, damit er es nicht gleich übertreibt, mit seinem reparierten Herzen.

Carlos schreibt uns als junger Erwachsener, wie er den Eingriff durch «Kinderherzen retten» erlebt hat und was dieser für ihn und sein Leben bedeutet.

Freiburg | Das 200. Kind gerettet, Herr Basters, SWR-Redakteur dreht für die SWR Landesschau einen kurzen Bericht über die ersten Tage von Melany in Freiburg.

Juli 2016 | Dhulfiqar aus dem Irak mit seiner Mutter (re.) und der Gastmutter Luma A. bei der Abschlussuntersuchung in der Kinderklinik. Sie können es kaum glauben, mit dem Visum hat es so lange gedauert und jetzt ist die Zeit in Deutschland schon gleich vorbei.

Juni 2016 | Rita kommt mit Hilfe des Wiwilí Vereins nach Freiburg. Sie hat es geschafft, mit ihrem Herzfehler 17 Jahre alt zu werden und jetzt kann sie mit einem starken Herzen ihr Leben neu planen. Hier ist sie mit ihrer Mutter und Dolmetscher Valentin H. bei Frau Professor Stiller zum Abschlussgespräch und lässt sich am Herzmodell nochmal die Operationsschritte genau erklären.

April 2016 | der kleine Avni aus Albanien ist das Patenkind für das Kinderherzen-retten-Läuferteam beim diesjährigen Freiburger Marathonlauf. Fast 6.000 € sind dabei zusammengekommen. Hier ist ein Teil des Läuferteams der Station Noeggerath mit Avni und Mutter Irida P. zu sehen.

April 2016 | die Zwillinge Ashot und Arman aus Armenien beim Abschiedsbesuch bei Herrn Dr. Kroll. Sie hatten das Glück, Angehörige in Freiburg zu haben, die sich für ihre Behandlung eingesetzt hatten und als Gastfamilie zur Verfügung standen.

April 2016 | aus El Salvador sind der kleine Matthew und Jefferson, der schon lange auf eine Herzbehandlung wartet, zu Gast. Nach der letzten Kontrolluntersuchung in der Kinderklinik mit Betreuerin Lisann K. freuen sie sich, bald in ihr warmes Heimatland zurückkehren zu können.