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Oberharmersbach pflegt eine besondere Solidarität mit dem Förderverein Kinderherzen retten. Die diesjährige Kommuniongruppe hat in ihren Reihen zwei Kinder, die selbst am Herzen operiert wurden und so nahmen sie sich vor, anlässlich ihrer Erstkommunion zu Gunsten Kinderherzen retten Spenden zu sammeln. Es kam die unglaubliche Summe von 2.075,85 Euro zusammen und diesen Betrag wollten die Kinder dann auch persönlich in der Kinderklinik überreichen. Frau Professor Stiller freute sich über den Besuch von 20 interessierten Kindern und hielt eine kurzweilige Schulstunde rund ums Herz und den Förderverein Kinderherzen retten.

Der kleine Hussein aus dem Irak hat seine Operation gut überstanden und hält es auf dem Arm seiner Großmutter fast nicht mehr aus. Er hat jetzt soviel Energie, dass er am liebsten losmarschieren würde. Der Finanzdienstleister MLP hatte während der Fußballweltmeisterschaft wieder ein Sommerfest mit WM-Viewing für die Fachschaft Medizin ausgerichtet. Der Erlös des lebhaften Festes wurde aufgerundet. Die Herren Zimmer, Ranert, Meyer, Imek von MLP überbrachten gemeinsam mit Nils Klamm von der Fachschaft Medizin den Spendenscheck von 2000,- € und lernten dabei auch Hussein und seine Großmutter kennen. Dr. Kroll (Leiter der Kinderherzchirurgie) erklärte den Herzfehler und die Korrekturoperation des Kindes.

Mohammed Mahdi kam zusammen mit Hussein und den beiden Großmüttern aus dem Irak zu uns. Bei beiden Kindern hieß die Diagnose Fallot'sche Tetralogie. Sie brauchten dringend eine Korrekturoperation dieses Herzfehlers. Nachdem alle 4 irakischen Gäste an einer Virusinfektion erkrankten, hieß es zunächst den Infekt ausheilen bevor ein chirurgischer Eingriff stattfinden konnte. Somit hatten die Vier Zeit, sich in der Gastfamilie und dem fremden Deutschland zurecht zu finden. Besonders über das viele Grün haben sie sehr gestaunt und v.a. der kleine Mohammed Mahdi zeigte sich überall sehr kontaktfreudig und neugierig.

Hussein kam mit  Mohammed Mahdi aus dem Irak zu uns. Als auch bei ihm der Infekt ausgeheilt war, ging alles sehr schnell und zum Glück verlief der nicht ganz einfache Eingriff ohne weitere Komplikationen. Hussein erholte sich, wie fast alle kleinen ausländischen Herzpatienten, erstaunlich schnell von dem herzchirurgischen Eingriff. Hier bei der Abschlussuntersuchung freute sich Herr Dr. Kroll über das gelungene Korrektur-Ergebnis und  die neu gewonnene Energie des kleinen Jungen.

Sajjad kam mit einer Fallot'schen Tetralogie im Irak zur Welt. Dort kann zur Zeit eine Korrekturoperation nicht durchgeführt werden und so war die Familie überglücklich, als sie die Zusage zur Behandlung in Freiburg erhielten. Sajjad wurde von seiner Tante begleitet. Sie freuten sich  sehr über den Besuch von Vertretern aus dem Lionsclub, den Firmen K&U und Marco und der Narrenzunft Merdingen, die ihr Patenkind gerne persönlich kennenlernen wollten. Gemeinsam hatten sie sich mit einer tollen Berliner-Verkaufsaktion zur Fasnetszeit eingesetzt, um die Spende von 3.100 € als Beitrag für Sajjads Behandlung beizutragen. (Bild v. l. n. r.: Gastmutter, Tante, Sajjad, Fr. Lackermaier, Kinderherzen retten, Fr. Prof. Stiller, Klinik f. Angeborene Herzfehler, Hr. Kuhn-Régnier und Hr. Stark, Lions-Club Munzingen, Hr. Schirmaier K&U )

Fotima war eine große Herausforderung für die organisatorische Planung. Ohne Gastfamilie wollen wir eigentlich keine Einladung aussprechen. Doch wer spricht schon tadjik? Zum Glück konnte der Vater sich auf russisch verständigen. Fotima litt unter einer angeborenen Einengung der Aorta, diese konnte komplikationslos beseitigt werden. Schon bald nach der Operation entwickelte sie neue Energie und unternahm viele Ausflüge mit der Gastfamilie und ihrer Lieblingsbetreuerin Olga, die es immer wieder schaffte sie zum Lachen zu bringen.

Karen und Marcos kamen Ende Februar nach Freiburg. Marcos überstand den Eingriff komplikationslos und war bald wieder fit. Bei Karen zeigte sich nach den  Untersuchungen, dass in ihrem Herzen gleich mehrere Defekte bestanden. Nach der Herzoperation wurde eine weitere Behandlung per  Herzkatheter  erforderlich, Zudem wurde das zarte Persönchen auch noch krank. Da war klar, dass sich der Aufenthalt für die Vier verlängern würde. Bei Gastmutter Iris konnten sie sich zusammen gut erholen und zumindest auch Schnee erleben. Das Abschiedsfoto entstand bei einem Ausflug zum Waldsee mit Gastmutter und Betreuerinnen.

Der 15-jährige Alejandro aus Venezuela leidet unter einer Aortenisthmusstenose. Er wurde in Venezuela vorbehandelt. Die augenblickliche politische Lage in dem Land macht eine Behandlung der neu aufgetretenen Restenose unmöglich. Es dauerte fast 1 Jahr bis es über freundschaftliche Beziehungen nach Venezuela gelang Pässe für Alejandro und seine Mutter zu bekommen. Dann erst konnte die Ausreise geplant werden. Den Kinderkardiologen aus dem UHZ gelang es mit einer erneuten Stentimplantation die Stenose zu beheben. Nach 1,5 Wochen konnte Alejandro bereits wieder die Heimreise antreten. Anfangs tat er sich mit dem kalten Deutschland sehr schwer aber dann fühlte er sich in der freundlichen Atmosphäre der Gastfamilie und des spanisch sprechenden Betreuerteams  sehr wohl und stellte unendlich viele Fragen zu unserem Schulsystem, Studium, Ausbildung. Er möchte ganz viel lernen um in Venezuela aus der Armutsgrenze aufzusteigen. Mit der Beseitigung der Einengung der Aorta hat er dazu nun auch die körperliche Voraussetzung um sich gesund weiterzuentwickeln.

48 Läuferinnen und Läufer starteten beim Freiburger Marathonlauf für Kinderherzen retten. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen war die Stimmung auf der Strecke und auf dem Messegelände super. Sportlich besonders aktiv hat sich wieder einmal das Team aus der Kinderkardiologie erwiesen. Auch viele Medizinstudierende waren mit von der Partie. Fast alle waren mit ihrer läuferischen Leistung zufrieden. Die Spendeneinnahmen werden dieses Mal für die 10-jährige Fotima aus Tadjikistan eingesetzt.